Jul 30 2009

sikisoko proudly presents: the future of the web – the global village

Since quite a long time I’ve been working with my mate Harry Knoll from Brooklyn on the birth of sikisoko, a platform for global neigborhood, which means a search engine without input field and social network without the net. Here it is – the self-empowerment platform sikisoko. You are very wellcome to contribute seed money in order to build the first pilot projects in south america, asia and africa.

Seit einige Zeit arbeite ich an dem sikisoko Projekt von Harry Knoll aus New York, einer webbasierten Plattform für digitale Nachbarschaft. Es ist eine Suchmaschine, die keine ist und es ist ein Soziales Netzwerk ohne Netz. Es geht schlicht darum, die Idee des Dorflebens ins Netz zu bringen.. Schaut Euch den Film an, wir sind an Seed-Money und Investoren interessiert, die philanthropisch eingestellt sind – ideologisch bleiben wir neutral – keine Politik! Wir starten unsere Pilotprojekte mit Partnern vor Ort in Südamerika, Asien und Afrika. Wir suchen noch Partner und Institutionen aller Art.


Jul 8 2009

Geld kaputt: US-Bundesstaat California erreicht mit BBB die Grenze zum Junk-Bond-Status

Wie bereits ich hier im Januar berichtete, hat der Bundesstaat Kalifornien erheblich Finanzprobleme, da er – nach der Wirtschaftkraft gemessen – ein Teil der G8-Staaten wäre, ist also durchaus Anlaß zur Sorge gegeben. Mittlerweile geht es nicht mehr um das Abtragen der 42 Millarden Dollar Schulden sondern darum, die laufenden Kosten zu finanzieren. Seit einiger Zeit gibt der Staat Schuldschein aus, die mit 3,75% Prozent bis zum Stichtag 2.Oktober verzinst werden wie der Wall Street Journal berichtete. Allerdings erkennen viele Banken sie nicht mehr an.

kalifornienDas Fitch-Rating des Sonnenstaats sank von A- auf BBB. Citigroup, Bank of America, Well Fargo und J.P. Morgan Chase akzeptieren keine California-Schuldscheine (IOU) mehr. Offizielle des Staats sowie Bankensprecher bezichtigen sich gegenseitig der falschen Reaktion auf diese Krise. Obama hätte ein Feld, seinen Einfluß geltend zu machen, hält sich aber aus den Angelegenheiten der einzelnen Staaten heraus. Denn er braucht die Senatoren für seine gesetzlichen Vorhaben und wird deshalb so lange wie möglich im Hintergrund bleiben. Die Senatoren möchten natürlich keinen Machtverlust im eigenen Bundesstaat durch einen allzu charismatischen Präsidenten, der in Basta-Manier regionale Probleme regelt. Wer weiß, ob das hier nicht angemessen wäre. Er hätte zurzeit einen starken Einfluß auf die Banken, mal sehen, ob er ihn geltend macht.


Jun 30 2009

Klaus Eck lernt Social Media

Klaus Eck versucht seit einigen Jahren das Thema Web 2.0 als seinen unique selling point (Alleinstellungsmerkmal) zu profilieren. Er scheint damit viele Menschen überzeugen zu können. Ein Grund mehr, einmal die Substanz hinter dem Profil zu betrachten. Aktuell hat er in seinem Blog einen Artikel veröffentlicht, der 21 Beispiele für Social Media Newsrooms (SMN) sagen wir mal aufzählt. Dieser Aufzählung stellt er in guter alter Brigitte-Manier die 21 MUST-DOs vor. Er bezeichnet sie als die Charakteristika für einen gut gemachten SMN (Originaltext kursiv):

Ein gutgemachter Social Media Newsroom ist essentiell für die Online-PR: Er …

1. eröffnet einen schnellen Zugang zu den wichtigsten Unternehmensinhalten

Die wichtigsten Unternehmensinhalte verbleiben am besten hinter der Firewall. Man muss der Wirtschaftsspionage ja nicht PROAKTIV (ich liebe diesen Begriff) entgegenkommen.

Zu fragen bliebe, ob hier nicht eine Diskussion der Zielgruppen, Sinusmillieus, Teilöffentlichkeiten, Kunden, Partnerprofile (je nach Ausbildung suchen Sie sich bitte den passenden Begriff raus) an genau dieser Stelle extrem zielführend wäre. Zusatzfrage: Was ist ein schneller oder langsamer Zugang? Ich kenne nur die Qualifizierung offen, gefiltert, anpassbaren oder geschlossenen Zugang.

2. lebt von aktuellen und vielfältigen Inhalten, die möglichst täglich erneuert werden

Jetzt hebt der junge PR-Berater aber ab. Wohl zu lange in der Lokalredaktion des Puppenburger Augenspiegels gesessen. Welches Unternehmen veröffentlicht täglich Neuigkeiten? Sowas geht vielleicht im Firmenblog, aber im Social Media Newsroom? Ach übrigens, aktuelle Inhalte, die täglich erneuert werden sind weiße Schimmel oder kleine Babies. Tautologien haben den Vorzug, das Richtige zu sagen, aber die Redundanz erhöht mitnichten den Informationsgehalt.

3. ist komplett per RSS abonnierbar und individualisierbar

Eine webbasierte Oberfläche wie ein SMN ist nicht wie eine Intranetseite mit Portlets oder ähnlichem individualisierbar. Man könnte bei großen Konzernen einfach durch Ausklicken bestimmter Themen-/Geschäftsbereiche in einem sogenannten „Smart View“ per Cookie reproduzierbar die Anzahl der Inhalte einschränken, die man sehen will. Bei Panasonic schaut halt der Foto-Journalist selten auf die Maschinen oder Hifi-Anlagen, aber das ist nicht ein indivdualisierbares Portal. Zu RSS kann ich nur sagen, dass ich extrem wenig Journalisten kenne, die Presseinhalte per RSS-Feed abrufen. Die kriegen nämlich sowieso schon täglich Dutzende Pressemitteilungen, die sie nicht die Bohne interessieren. Aber warum nicht, wenn man die PIs eh per Blogsoftware publiziert, weil es billiger ist als ein CMS, dann ist ja der Link zu Atom oder RSS 2.0 eh schon im Layout enthalten (oder wie Herr Eck schreiben würde -inkludiert-.)

4. basiert auf Pull-Elementen und nicht auf Push

Ähem. Push und Pull sind hier offenbar nicht so ganz verstanden worden. RSS ist eine PUSH-Technologie. Nur Techies bezeichnen es als Pull, weil der Client die Meldungen rauszieht. Aus Sicht des Nutzers ist es PUSH. Oder Eck meint die Bedeutung von Push und Pull aus dem Marketingumfeld, aber das kennen ja noch weniger Leser seiner Seiten. Das wäre allerdings mal interessant. Denn die bisher rein technologisch geführte Push/Pull-Debatte könnte man einfach mal auf die Qualitätsachse zu heben und sagen, was attraktiv ist, sei automatisch ein Inhalt, der gepusht wird, weil ihn die Webnutzer viral verteilen. Denn einfach Inhalte in eine digitale Bibliothek zu stellen und Social Media Newsroom darüber zu schreiben bedeutet keine neue inhaltliche oder qualitative Erweiterung der klassischen PR-Arbeit. Nur die Distribution wird zusätzlich zum klassischen Verteiler noch um ein blogbasiertes Archiv erweitert. Das aber ist NICHT social media. Es ist web 1.0. Führen wir den Push/Pull-Gedanken weiter: Unattraktive Angebote müssen gepusht werden, während attraktive darauf warten können, gepullt zu werden! In diesem Sinn ist der Knaller im Kino ‚Pull‘, während die Werbung davor als ‚Push‘ geduldet wird. Bannerwerbung teilt die Webseiten in der Fläche auf, und die Anbieter hätten sich Gedanken zu machen, nicht wie sie pushen können, sondern wie sie erreichen, gepullt zu werden. Die Formulierung zeigt ein weiteres Mal, daß beide Modi unmittelbar ineinander übergehen.
5. spricht Journalisten wie andere Influencer gleichermaßen an

Oops. Influencer kenne ich nicht. Vielleicht meint er die Hubs aus der Buzz-Marketing Theorie von Emanuel Rosen. Oder er meint Meinungsführer? Aber zu der Aussage, dass SMN Journalisten und Meingsführer gleichermaßen anspricht, kann ich nichts sagen, da es keine qualitative Aussage ist. Es ist ein Satz ohne jede inhaltliche Bedeutung wie etwa der Satz: Die Reifen eines Autos befinden sich in derselben Nähe zum Lenkrad wie die Radkappen. Ich kenne die Relation der Kategorie Journalisten zu Meinungsführern nicht, da ich nur Menschen kenne. Metarelationen von sozialen Rollen zueinander kann man diskutieren, aber nicht auf dem Niveau dieser Aussage.
6. verweist nicht nur auf die eigenen, sondern auch auf fremde Quellen (Verlinkung)

Ja, das war die Idee von Ted Nelson, als er 1963 den Begriff Hypertext prägte, der für die Väter des Web als geistige Grundlage diente. Das ist aber Web 0.0001 und nicht Web 2.0.
7. öffnet seinen Pressespiegel für alle (Social Bookmarking erleichtert das)

Ja, da bin ich mir sicher, dass Journalisten genau studieren wollen welche anderen Magazine und Zeitungen schon zum Thema berichtet haben. Das ist vielleicht sogar der wichtigste Teil einer journalistischen Recherche, wenn man beim Puppenburger Augenspiegel ein Volontariat gemacht hat.
8. ermöglicht den schnellen Kontakt für einen Dialog (Twitter, Facebook, Skype, etc.)

Ein SMN liefert Links zu Friendfeed, Twitter und Produkt- oder Firmenprofilen in Sozialen Netzwerkportalen. Ob das allerdings den Kontakt beschleunigt, hängt von der Nutzung und personalne Ausstattung der Firmen ab. Wenn nur dreimal in der Woche der Werkstudent im Marketing das Twitterprofil beschickt  oder zweimal im Monat Inhalte bei facebook einstellt oder Fragen beantwortet, dann hilft all dies gar nichts. Im Gegenteil. Dann wären keine Links fast die bessere Lösung.

9. nutzt Real-Time-Elemente (Livestreaming auf Basis von Twitter oder Friendfeed)

Das ich dieses Wort jetzt noch lesen darf. Ich erinnere noch an die Echtzeitstreams von der webciety oder der re:publica. Ich rate dringend davon ab, wenn man nicht mindestens 15.000 EUR Budget (pro Tag) für einen guten Diensteister und leistungsfähige Knoten ins Netz zur Verfügung hat. ganz abgesehen vom lokalen Netz…
10. erleichtert die Vernetzung mit den Ansprechpartnern im Unternehmen

Wer wird hier vernetzt? Die Journalisten mit den Abteilungsleitern oder Sachbearbeitern? Oder sind hier einfach die Mitarbeiter der Pressestelle gemeint? Meistens sind diese auch ohne SMN über die angegebenen Wege auf der Presseseite erreichbar. Ob sie aber die genwünschten Informationen herausgeben wollen oder dürfen hängt in keiner Weise mit einer Presseseite auf Blogbasis zusammen. Auch wenn 123 Links zu 12 Videoportalen und 356 Links zu 66 Sozialen Netzwerken auf der Seite erkennbar sind, ist die Vernetzung eine ganz andere Kiste. Vernetzen heißt nämlich einbinden über mehrere Knoten. Das sind meistens Menschen diese Knoten. Gut, wenn man die Pressearbeiter und die Öffentlichkeitsarbeiter vernetzt, aber zwei Menschen, und das ist es meistens, können sehr effektiv über Telefon/Skype und Mail/attachment kommunizieren. Das Besondere an Web 2.0 sind n:n Beziehungen. Wäre schön, wenn darauf eingegangen werden könnte, das ist nämlich ein KERNPUNKT der ganzen Web 2.0 Sache.

11. bietet reichhaltiges lizenzfreies Video- und Bild-Material (gerne auch Pod- oder Vodcasts)

liest sich wie ein Katalog der örtlichen Schlachterei. Ich weiß nicht, was mit lizenzfrei gemeint ist, gemeinfrei wohl eher nicht. Was reichhaltig ist erschließt sich mir nicht. Vielleicht geht es einfach darum den Originalblogbeitrag, der hier RICH MEDIA FILES vorsieht sinnvoll zu übersetzen…Wer weiß das schon.
12. fordert alle Besucher zu Copy & Paste auf

Mit Befehl, mit seinem tollen Design oder wie passiert die Erfüllung dieser originellen Aufforderung. Sehr lustig. Ich habe jetzt noch blaue Flecken auf den Schenkeln.

Stimme aus  dem off:

Achtung! Achtung! Die Inhalt auf dieser Seite müssen innerhalb von fünf Minuten gänzlich heruntergeladen werden, da sich sonst ungefragt ein Virus auf ihrer Festplatte breit macht!

13. regt Online-Diskussionen auf anderen Plattformen (Facebook, Twitter, Blogs etc.) an

Dies wäre jetzt wirklich mal ein paar Gedanken wert, wie eine Presseseite das anstellt, dass sie Diskussionen bei anderen MENSCHEN anregt. Das könnte auch mit den Inhalten zusammenhägen und nicht mit den Formaten oder den reichhaltigen Videos. Aber vielleicht irre ich mich da.


14. Integriert eigene Corporate Blogs und Microblogs

Corporate Blogs im Intranet oder im Web? Wenn mt Microblogs Twitter gemeint ist, dann steht das hier schon weiter oben. Ein Corporate Blog hat eigentlich eine ganz andere Aufgabe als das Herausdröhnen von Presseinformationen. Es geht ja genau darum DIREKT mit den Kunden zu kommunizieren. Ein Social Media Newsroom kommuniziert ja nur dann mit Nicht-Journalisten, wenn er auch für Nicht-Journalisten interessant ist. Hier sind wir wieder bei der Ausgangsfrage nach dem Zielpublikum bzw. deren heterogenen Erwartungen.
15. bringt die News des Unternehmens zum Laufen

Diesem tollen Satz kann ich nur noch ein: Auf die Plätze! Fertig! Los! entgegen rufen.


Jun 24 2009

10 Jahre Haft für Geschäfte mit Chamenei-Regime sind angemessen

Es wird Zeit, ein extrem striktes Im-Exportverbot gegen den Iran und ein Verfahren am internationalen Strafgerichtshof ICC in Den Haag gegen die Verantwortlichen jetzt anzustreben.

Wenn Russland und China nicht mitmachen, könnten es alle anderen Länder realisieren. Es wäre schön, wenn wenigstens das Symbol einer Ächtung solchen Verhaltens hochgehalten wird. Zumindest ist der Nachweis erbracht, dass Chamenei und seine Schergen den Kontakt zu religiösem Handeln verachten. Es sind einfach nur brutale Kerle, sonst nichts. Da sie nichts erschaffen können, zerstören sie offenbar die Idee und die Chance, ein Land zu erschaffen, das unabhägig von kolonialen Einflüssen wächst und gedeiht. Es ist wie immer: Wichtig kommt von Wicht.

Wer kein Blut sehen kann, sollte hier nicht klicken.


Jun 22 2009

Wenn Staaten bei twitter mitlesen und beim Handy mithören – Iran ist mitnichten der einzige Staat

3631775069_7f76c8d069_mWie der Wall Street Journal heute berichtet, rückt aktuell ein Konsortium aus Nokia und Siemens in den Mittelpunkt der Kritik von Bürgerrechtlern. Denn auch dem Iran haben beide Firmen ihre Produkte zur so genannten „Deep Packet Inspection“ verkauft. Diese Lösungen erlauben es in Millisekunden, die millionenfach verschickten Datenpakete zu entpacken und nach Schlüsselwörtern zu durchsuchen. Nokia erklärt dazu auf der Website, dass sie die Produkte nur zum Einsatz für lokale Telefongespräche im Iran geplant und verkauft hatten. Man kann die Aufregung gar nicht verstehen, da bereits sehr viele auch europäische Staaten solche Lösungen im Einsatz haben und sie genau den Anforderungen gemäß ETSI (European Telecommunications Standards Institute) sowie dem 3GPP (3rd Generation Partnership Project) entsprächen.

Wir sollten also beim erhobenen Zeigefinger gegenüber dem Iran auch auf die drei Finger achten, die gleichzeitig auf uns verweisen und unsere löcherigen teils prädemokratische Begründungen für solcherlei Technologien.

Es geht also weder im Iran noch bei unseren westlichen Regierungen darum, unliebsame Inhalte einfach nur zu blockieren. Da jeder weiß, dass man diese Blockaden in Sekunden mit web-proxies umgehen kann, ist das Durchleuchten der Datenpakete nicht einfach nur ein Fakt, den jeder sowieso schon immer wußte. Die Erklärung von Nokia, dass viele andere von den „guten“ westlichen Staaten das sowieso schon installiert haben ist eher ein faux-pas, der hoffentlich zu Diskussionen führt, die nicht darin enden, dass plötzlich alle Kritiker an dem Durchleuchten der Datenpakete gewöhnlicher Bürger der Kinderpornographie oder des Mädchenhandels bezichtigt werden.

Ich hoffe, dass der Iran ein Anlass ist, sich an die eigene Nase zu fassen und BKA, Schäuble, seinen Vorgänger Otto Schily. Aus Sicht der iranischen Regierung ist die Tatsache pikant, dass Ben Roome, Sprecher des Joint Ventures zwischen Nokia und Siemens erklärte, dass der Monitoring Center nur für den lokalen Telefonverkehr geplant war. Man verortete den Feind doch immer im „bösen“ Westen. Wenn das so wäre, warum dann eine interne Lösung für das eiegen Volk? Es gibt wohl keinen Anlaß mehr für Vertrauen ins eigene Volk. Was mag wohl dieser Anlaß sein?

Das Joint-Venture lässt jedwede Kritik mit folgenden Argument abprallen. «Es ist besser, den Leuten – egal wo sie leben – die Kommunikation zu ermöglichen, als ihnen diese Wahl nicht zu lassen», erklärt Roome. Außerdem sei die Technik gemäß internationalem Recht geliefert worden: Erklärt der Besteller, dass nur  Daten abgefangen werden, um Terrorismus, Pornographie, Drogenhandel oder sonstige kriminelle Aktivitäten zu bekämpfen, dann ist die Lieferung auch in den Iran legal. Ob das den verschärften Embargobedingungen entspricht, bleibt abzuwarten. Aber wo kein Kläger zu erwarten ist, wird es wohl auch kein Anklage geben…

Detail am Rande: Am 31.März diesen Jahres wurde der Deal über den Verkauf des Geschäftsbereichs der den „Monitoring Center“ anbietet von Nokia/Siemens abgeschlossen. Verkauft wurde an Perusa Partner LLP, eine Holding mit Sitz in Deutschland. Anders als die Beteuerungen von Roome vermuten lassen, kann man dieses Set aus Hard- und Software für weit mehr nutzen als nur ein paar lokale Telefongespräche zu überwachen, wie Ziff Davis ermittelt hat, denn nach eigenen Werbeangaben ist Monitoring Centre „is a remarkably versatile combination of interoperating software and hardware modules, and is designed to perform all tasks related to lawful interception in an absolutely secure, auditable, reliable and verifiable manner in accordance with ETSI LI standards. Its unique modular front-end and back-end architecture allows the monitoring and interception of all types of voice and data communication in all networks, i.e. fixed, mobile, Next Generation Network (NGN) and the internet.“

Bildnachweis: harrystaab

Artikel inspiriert durch diesen tweet von Jay Rosen:

„Waves of PR people on Twitter. Some follow me. They’re never out front on things like Nokia http://tr.im/pkrs reacting to http://tr.im/pkrz“ Montag, 22.06.2009 um 16:44 CET


Jun 20 2009

Verlagserfolge im Social Web – Vortrag von Leander Wattig


Mrz 12 2009

Ein Internetpionier fragt: Was ist Öffentlichkeit?

howard_rheingold_by_mikegrHoward Rheingold schrieb im Jahr 1993 sein bekanntestes Buch: Virtuelle Gemeinschaft. Soziale Beziehungen im Zeitalter des Computers (Virtual Community – Homesteading on the Electronic Frontier). Angesichts der Entwicklungen rund um Demokratie und Social Software, der ja nachgesagt wird, sie unterstützte nachhaltig partizipative Strukturen, macht sich Rheingold in bester historischer Manier auf den Weg, dem Ursprung des Begriffs public sphere, also Öffentlichkeit, nachzugehen. Dieses Video mag als Ergänzung zu meiner Reihe über Obama dienen.


Mrz 4 2009

Clay Shirky @ CeBIT09: 5 Myths of the Change or Organizations

clay-shirkyClay Shirky, einer der wenigen Vordenker von Enterprise 2.0 war auf der Cebit und hat mal wieder ein paar sehr interessante und grundlegende Gedanken zur virtuellen und realen Zusammarbeit in Gruppen. Smart und humorvoll wie immer. Hoffentlich hören einige Wissensmanagementberater und -experten genauer zu…

Hier gibt das Interview: 5 Myths of the Change or Organizations:

Ich hätte an dieser Stelle gerne das Video eingebunden, aber der Link, den die anbieten, zeigt alles Mögliche nur nicht das Interview. Mal abgesehen von der Kameraarbeit, dem fast ein bißchen ausreichenden Bildoperator am Mixer….achja, Medienfachleute am Werk eben…war wohl sehr günstig der Dienstleister.


Feb 3 2009

Digital 2.0: Obamas Wunderwaffe – Interaktion

Der letzte Teil der Obama Reihe fokussiert den Kern des Erfolgs des neuen amerikanischen Präsidenten. Er liegt außerhalb jeglicher Technologien. Es geht um ein Verständnis von hier-und-jetzt, also das Momentum. An der äußeren Schale der Erfolgszwiebel, die in den nächsten Absätzen geschält wird, war zunächst ein kaum bekannter afroamerikanischer Kandidat. Angesichts der großen Mittel und der enormen Bekanntheit seiner Mitbewerber galt seine Kandidatur eher als demokratisches Feigenblatt. Aber er hatte drei wesentliche persönliche Eigenschaften: Integrität, rhetorisches Talent und  Charisma. Und er nahm den Kontakt mit Menschen auf.

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Feb 1 2009

Digital 2.0: Obama – Social Media als Beginn direkter Demokratie – Dolchstoß für Verlage, Sender und Staaten?

„Wir haben eine Tradition, wie wir über den Präsidenten berichten“, erinnerte Bill Pante, ein ziemlich genervter amerikanischer TV-Journalist der ersten Stunde, Obamas neuen Regierungssprecher Robert Gibbs auf der ersten Pressekonferenz. Denn um diese Tradition schert sich der neue Präsident kaum. Das hat Folgen. Die Relevanz der klassischen Medien nimmt nicht nur ab, weil seit der Social Media Bewegung jeder in seinem eigenen Blog seine eigene „Zeitung“ online stellen kann und nur noch die Leser und Zuschauer über das Wohl und Wehe entscheiden. Der neue US-Präsident forciert diese Bewegung auch noch mit seiner Art, eben diese klassischen Hofberichterstatter und professionellen Kritiker auszuschließen. Ob das direkte Demokratie mithilfe des Web ist oder das Umgehen der immer noch mächtigen und potenziell kritischen Massenmedien, bleibt abzuwarten.

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